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双语:德文外籍专家吕宁-旅华22载,每一天都值得期待

时间:2018-01-18来源:互联网 字体:[ | | ]  进入德语论坛
(单词翻译:双击或拖选) 标签: 专家
Der deutsche Journalist, Radiomoderator und Sprachberater Hartmut Lüning lebt seit über 20 Jahren mehr oder weniger ununterbrochen in Beijing. Nach Stationen bei der Deutschen Welle und Radio China International arbeitet er nun als Seniorberater im Zentralen Redaktions- und Übersetzungsbüro, bei dem er unter anderem an der Übersetzung der Dokumente des 19. Parteitages in die deutsche Sprache mitgewirkt hat.
 
 
 
China.org.cn: Sie leben seit mehr als 20 Jahren in China. Warum haben Sie die Entscheidung getroffen, in China zu bleiben?
 
Hartmut Lüning: Ich bin im Januar 1995 nach China gekommen. Damals war ich bei der Deutschen Welle in Köln und bin für viereinhalb Jahre in den Austausch mit Radio China International gegangen. Das fand ich wahnsinnig interessant. Warum ich gekommen bin? Na, weil ich neugierig war! Freunde von mir waren Anfang der 1990er Jahre als Touristen in China und haben einen Haufen Geld dafür bezahlt. Ich konnte mit dem Austauschprogramm nach China – und wurde dafür bezahlt! Ich hab es nicht bereut. In all den Jahren habe ich immer wieder Veränderungen gesehen und bin immer wieder zurückgekommen. Ich fand es immer hochinteressant.
 
Wie hat es damals denn zum Beispiel mit der chinesischen Sprache geklappt?
 
Die machte mir natürlich Schwierigkeiten, denn ich habe nicht Sinologie studiert. Ich habe schon in vielen Ländern der Welt gearbeitet und konnte mich immer irgendwie verständigen, aber nicht so in China. Als ich 1995 in Peking ankam, konnte auf dem internationalen Flughafen niemand Englisch. Heute ist das alles ganz anders. Mittlerweile kann ich auch ein bisschen Chinesisch.
 
Schmeckt Ihnen denn das Essen in China?
 
Das chinesische Essen ist aus gutem Grund berühmt. Mittags und abends klappt es auch hervorragend. Doch beim Frühstück bin ich traditionell Europäer. Gekochtes Ei, Baguette, Salz und Butter, und Schinken gehören für mich einfach dazu.
 
China entwickelt sich sehr schnell und viele neue Produkte tauchen auf. Wie beeinflusst das Ihr Leben?
 
Positiv! Dazu gehört die ganze Verkehrsinfrastruktur. Als ich ankam, gab es zwei U-Bahnlinien mit alten Waggons. Heute kann man in der ganzen Stadt U-Bahn fahren. Es gibt Elektrobusse und E-Autos. In Deutschland macht diese Entwicklung kaum Fortschritte, doch in China geht das alles sehr schnell! Wenn ich jetzt nach Deutschland fahre, habe ich manchmal den Eindruck, ich reise zurück in die Vergangenheit.
Ein anderes Thema sind Online-Einkäufe. Früher bin ich immer mit dem Auto in den Großmarkt gefahren und habe Milch und Kaffee gekauft, das mache ich nicht mehr! Das kaufen wir im Internet, das ist weitaus unkomplizierter.
 
Sie haben erwähnt, dass Deutschland und China zwei unterschiedliche Länder sind, die ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. Durch Austausch können sich beide ergänzen. Welche Beispiele gibt es nach Ihrer Beobachtung?
 
Seit Jahren gibt es eine Zusammenarbeit im Fußball, doch das markanteste Beispiel ist die Kooperation im Automobilsektor. Jedes bessere Auto hier hat deutsche Wurzeln und die Fahrzeuge werden mittlerweile lokal produziert. Auch die sprachliche Entwicklung nimmt zu. Es gibt in Deutschland immer mehr Menschen, die Chinesisch lernen.
 
Interessant sind natürlich auch die Forderungen des 19. Parteitages, Stichwort Arbeitsethos und berufliche Meisterschaft. Das sind ganz traditionelle deutsche Tugenden, die früher eine große Rolle spielten, doch mittlerweile bei uns den Bach runtergehen. Aber in China werden diese Tugenden jetzt gewürdigt, denn viele Chinesen sagen: „Das können wir von den Deutschen lernen.“
 
In diesem Jahr haben Sie als Sprachberater für die Übersetzung des Berichts auf dem 19. Parteitag gearbeitet. Welche Teile des Berichts haben Sie besonders beeindruckt?
 
Was mich beeindruckt hat, war die Rede von der Not der Armut und das Ziel, eine Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand zu schaffen. Als ich das erste Mal nach Beijing kam, da waren die Leute vergleichsweise arm, Deutschland war relativ wohlhabend. Wenn ich jetzt nach Deutschland fahre, ist es eher umgekehrt. In China kann man beobachten, dass Entwicklung und Armutsbekämpfung im täglichen Leben eine große Rolle spielen.
 
Wie haben Sie die Arbeit empfunden? Mussten Sie lange arbeiten?
 
Das war durchaus anstrengend, weil drei Dinge unter einen Hut gebracht werden mussten: Die Übersetzung wurde von chinesischen Germanisten gemacht und es ging darum, korrekt zu übersetzen. Zweitens musste das Resultat im Deutschen dann verständlich sein. Chinesische metaphern sind nicht jedem geläufig, also müssen Äquivalente gefunden werden, die dem Sinn des Originals entsprechen. Drittens muss die deutsche Endversion dann aus einem Guss sein, auch stilistisch. Da hatten wir bis spät in die Nacht zu tun.
 
Erstmals seit der Reform- und Öffnungspolitik sind ausländische Experten zur Übersetzung eingeladen worden. Wie bewerten Sie diese Neuerung?
 
Das ist schon ein Novum und natürlich auch ein Beleg für die effizientere Arbeitsweise, das ausländische Experten in zahlreichen Sprachen – Englisch, Spanisch, Russisch, Japanisch, Laotisch, Vietnamesisch und Deutsch – mitgearbeitet haben. Früher erfolgte das immer erst im Nachhinein. Das zeigt, dass die Modernisierung in China nicht nur an Äußerlichkeiten festgemacht wird, sondernauch in den Strukturen stattfindet.
 
Das Jahr 2017 geht bald zu Ende. Was haben Sie in diesem Jahr erreicht? Können Sie Ihr Leben dieses Jahr zusammenfassen?
 
Ich bin gesund geblieben, was eine sehr gute Sache ist. Ich lebe mit meiner Freundin zusammen und wir haben ein Auto gekauft. Ich kann mich nicht beklagen! Meine Beratertätigkeit gefällt mir auch gut, denn ich freue mich immer, wenn die Leute mich etwas fragen. 2017 war ein gutes Jahr.
 
Was meine Arbeit angeht, da hatte ich natürlich eine ganze Menge zu tun. Ich habe die Dokumente des Parteitags bearbeitet. Außerdem gab es noch ein sehr interessantes Buch über die geografische und topografische Struktur Chinas, die Bodenschätze und die Landverteilung. Das beschäftigt mich ja nicht nur in Texten. Was mich besonders interessiert ist die Urbarmachung von Wüsten. Insgesamt betrachtet war meine Arbeit erfolgreich und das werde ich gerne weitermachen.
 
Was für Vorstellungen, Erwartungen und Pläne haben Sie für das kommende Jahr?
 
Pläne habe ich wenige. Gesund bleiben, aber da muss ich noch was für tun, Fahrrad fahren, viel im Land herumreisen, wenn ich Zeit habe. Ich werde weiter Texte sprachlich bearbeiten. Weil diese Texte von Chinesen verfasst wurden, lerne ich dabei auch sehr viel über China und chinesische Denkweisen. Wie es konkret weitergeht, muss man dann sehen. Es gibt jeden Tag etwas Neues, und da freue ich mich drauf. Ich würde zum Beispiel gerne wieder in den Süden fahren, denn ich bin gerne da, wo es warm ist. Ich möchte auch unbedingt nochmal nach Xinjiang, also an die pakistanische Grenze, denn kulturell ist die Gegend sehr interessant.
       中国网12月27日讯(记者田思悦)哈特穆特·吕宁(Hartmut Lüning)是一位来自德国的语言专家,曾先后在德国和中国的广播电台工作,现任中共中央编译局的外籍专家。1995年,吕宁出于对东方国度的好奇来华工作。在接下来的二十二年里,他对中国的热情有增无减。一方面,他因亲历中国的发展和变化而感到兴奋;另一方面,他也享受东方文化带给他的异域风情。吕宁说:“回到德国,我总是会怀念老北京胡同儿里的夏天。这是我总想回到中国的一个牵挂。”
 
        十九大报告翻译:繁重但不枯燥
 
       在2017年,吕宁作为外籍专家参与了中共十九大报告德文版的翻译和校订工作。这是改革开放以来,中国第一次邀请外籍专家参与全国党代会报告的翻译工作。在吕宁看来,这是中国进一步发展和开放的体现。他说:“这个变化说明,中国的现代化不仅发生在外部领域,还深入到了内部的结构层面。”
 
       谈及此次翻译经历,吕宁说:“十九大报告的翻译工作是紧张而高效的。”德文翻译组一共有七名中国同事,每人负责翻译报告的一部分。吕宁作为唯一的德语专家,不仅要确保所有中国同事翻译内容的准确性,还要给报告中的中国特色词汇和比喻寻找合适的德文表达。为此,吕宁和德文组的同事们常常工作到深夜。
 
       但对于吕宁来说,繁重的劳动并不枯燥。他对报告里的很多内容表现出了极大的兴趣,特别是其中关于扶贫工作和全面建成小康社会的部分。吕宁认为,中国在这两项工作上成就斐然。回忆起第一次来到中国时的情景,他说:“当时印象最深的是北京的街上有很多自行车,几乎没有汽车,感觉这里的人相对比较贫穷。但现在可能我回到德国反而会有这样的感觉。”
 
        二十二年亲历:中、德差异变少,合作增多
 
       除了人民生活水平的改善,中国在很多其他方面的发展也让吕宁印象深刻,比如中国的交通基础设施建设。“1995年,北京只有两条地铁线路且车厢老旧。现在我们可以乘地铁走遍全城。在电动公交车和电动汽车方面,德国几乎没有什么进步,但中国发展很快。”此外,网上购物也给吕宁的生活带来了极大的便利。“以前总是要开车去大超市买牛奶、咖啡,现在直接上网下单,商品很快就会送到家里”,吕宁说。
 
        回看这22年,吕宁认为中德两国之间的差异越来越小、合作越来越多,比如两国在汽车制造、足球、啤酒生产等领域的合作已经开展多年并取得了丰硕的成果。此外,吕宁还注意到,两国的价值观也有相似之处。吕宁说:“今年十九大报告中强调了劳模精神和工匠精神的重要性,这些也是德国人非常重视的传统美德。”
 
       回顾与展望:每一天都值得期待
 
       回顾2017年在中国的生活,吕宁表示十分满意。他说自己保持了身体的康健,买了一辆新的代步车,参与了十九大报告的翻译,还参与审校了一批介绍中国地质、地理的书籍……这些或大或小的事件构成了吕宁平凡却不平淡的一年,也为他与中国的二十余载情缘续写了新的篇章。
 
        对于新的一年,吕宁希望继续坚持骑车锻炼身体,学习更多和中国有关的东西,更加了解中国人的思维方式。他还计划去温暖的南方度假,计划去新疆和巴基斯坦的边境看看。吕宁说:“对于2018年,我们不妨拭目以待。每天都会发生新鲜的事情,每一天我都很期待。” 
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