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德语故事:Die SternLicht-Serie SternLicht II

时间:2009-08-10来源:互联网 字体:[ | | ]  进入德语论坛
(单词翻译:双击或拖选) 标签: 德语故事
SternLicht vor der Höhle. Zeichnung: Sibylle Rencker SternLicht, das kleine Zauberpferd fühlt sich sehr wohl im Königspalast. Die Menschen sind nett zu ihm. Sogar die Soldaten des Königs haben das Pferdchen in ihr Herz geschlossen. König Peter verbringt viel Zeit mit SternLicht. Gibt es Probleme im Land, erzählt er dem Pferdchen davon. "Viel zu häufig", sagen die Minister. Sie mögen SternLichts Klugheit nicht. Jeder von ihnen hütet sich, darüber zu sprechen. Sie wollen schließlich ihr Amt behalten. Also warten sie. Warten, dass SternLicht König Peter endlich ein Mal schlecht berät. Nur SternLicht kennt die Gedanken dieser Männer. Verrät sie aber dem König nicht. Bisher weiß niemand, dass SternLicht Gedanken lesen kann. Jedes Zauberpferd kann das! Spricht es nur ein einziges Mal über diese Fähigkeit ist sie schon verloren. Manchmal hat SternLicht Peter gegenüber ein schlechtes Gewissen. Allzu gern möchte es von seinem Talent erzählen. Schließlich ist der König sein bester Freund.
Peter sitzt im Garten. Stundenlang starrt er auf die herrlichen Rosenbeete. Niemand wagt, ihn zu stören. Alle, selbst die Minister, warten ungeduldig auf das kleine Pferdchen. Es wird den König aus seiner Versunkenheit befreien. Aber heute ist Donnerstag: Kindertag! Alle Kinder im Reich dürfen an diesem Tag mit Sternlicht spielen und durch die Lüfte reiten. Elegant landet SternLicht neben der Gartenbank. Sanft berührt es seinen Freund an der Schulter und sagt: "Erschrick nicht Peter, ich bin es nur! Der ‚Kindertag' war schön. Was ist los? Du siehst so nachdenklich - fast traurig aus. Hast du Ärger? Möchtest du darüber reden?"
"Ach, mein Pferdchen", seufzt der König. "Ich habe lange, lange nachgedacht. Mein Volk und die Minister lassen mir keine Ruhe. Sie wollen, dass ich mir nun endlich eine Frau suche. Sie haben wohl Recht. Ich bin schon dreißig Jahre alt und habe noch keine Familie. Viele Prinzessinnen aus anderen Königreichen wurden mir schon vorgestellt. Besonders gefallen haben sie mir nicht. Mein Herz blieb stumm. Oberhofdame Elisabeth hat mir einen guten Rat gegeben. "Schau dich im eigenen Land um! Frauen gibt es hier genug. Es muss nicht eine reiche Prinzessin sein. Du bist reich! Das genügt! Mach dich auf den Weg, Peter! Das Volk wünscht sich einen Thronfolger!" König Peter seufzt leise. Er steht auf und reckt sich ein wenig. Blitzartig verschwinden die Köpfe seiner Minister hinter einer Gartenhecke.
Peter tut so, als habe er die neugierigen Männer nicht bemerkt. Er schwingt sich in Sternlichts Sattel. Schnell wie ein Pfeil fliegen die zwei davon. Es dauert nicht lange und sie landen vor SternLichts zerstörter Höhle in dem Berg "Steinerne Hand".
Staunend schauen sie sich um. Überall liegen dicke Felsbrocken. Vor dem Höhleneingang liegt ein großer Steinhaufen. Peter zeigt zum Dach der Grotte. "Schau Sternlicht! Dein Haus ist nicht mehr gespalten. Ein schwerer Felsbrocken hat das Dach geschlossen. Sollen wir die Steine aus dem Eingang räumen? Du willst doch in deine Höhle?"
SternLicht nickt. Gemeinsam räumen die Freunde die Steine beiseite. Endlich geschafft! Sehr, sehr vorsichtig trippelt das Pferdchen durch den Eingang. Und dann? Überglücklich ruft es: "Peter, Peter! Komm schnell her! Du wirst es nicht glauben! Alles, alles ist noch da! Sogar mein Dauerfeuer in der Herdstelle!" König Peter freut sich für SternLicht. Er mag die Höhle. Hier hat das kleine Pferdchen ihn gesund gepflegt. Und hier sind sie Freunde geworden. Sternlicht schaut zur Decke. Dann läuft es durch die Höhle, blickt in jeden Winkel.
Traurig sagt es: "Sie sind nicht mehr da, Peter! Wahrscheinlich hat die Steinlawine meine winzigen Freunde aus der Höhle vertrieben. Als du hier warst, haben sie sich nicht gezeigt. Schade! Nun wirst du sie leider nie kennen lernen. Ach, Kling, Klang und Klingeling, ich vermisse euch! " Peter schrickt zusammen. Unter der Höhlendecke bewegt sich etwas. Wispern und Flüstern - begleitet vom Geräusch wild schlagender Flügel - erfüllt die Luft. Plötzlich fallen drei Steine auf das Rosenblattlager. Steine? Nein! Klitzekleine lebendige Wesen hüpfen wild auf dem Bett herum.
Aufgeregt flattern die bunten Flügelchen. Schneller als ein Kolibri steigen die Winzlinge in die Höhe. Ungeheuerlich hoch und schrill klingt ihr fröhliches Geschrei. "SternLicht ist zurück! Sternlicht ist da!", rufen sie überglücklich. Dann setzen sie sich direkt auf SternLichts Nasenspitze. "Wir haben es doch gewusst! Eines Tages bist du wieder da! Na ja. Gewusst stimmt nicht ganz. Wir haben halt immer an deine Rückkehr geglaubt!" Klingelings kohlschwarze Augen glänzen wie poliertes Ebenholz. Das Glöckchen am Ende ihrer Zipfelmütze hat einen feinen, hellen Klang. Kling und Klang nicken heftig. Auch ihre Glöckchen klingen zauberhaft. Klingeling schaut SternLicht liebevoll an. "Wir haben eine Überraschung für dich, Pferdchen", sagt der Winzling stolz. "Dein Schatz ist nicht verloren gegangen. Wir haben ihn gut bewacht. Er liegt immer noch an der selben Stelle. Sieh nur!" In der Wand hinter dem Rosenlager ist eine wunderschön gemeißelte Steinrose zu sehen. Behutsam drückt das Zauberpferdchen seine weichen Lippen auf die Rosenblätter. Im Nu schiebt sich eine kleine Schublade aus der Wand.
"Sieh nur, Peter! Mein Zauberbuch! Weißt du. Einige Sprüche müssen aus diesem Buch vorgelesen werden. Sonst wirken sie nicht. Jetzt können wir unbesorgt durch dein Land reisen. Das Buch wird uns vor Gefahren schützen."
König Peter zeigt lächelnd auf die Winzlinge. "Und die Kleinen? Nehmen wir sie auch mit?"
Sternlicht schüttelt den Kopf. Kleine, silberfarbene Funken fallen aus der Mähne.
"Nein, nein! Sie dürfen die Höhle nicht verlassen. Das überleben sie nicht!" Peter möchte gern mehr über die seltsamen Wesen erfahren. Sternlicht erzählt ihm von ihren vielen einsamen Jahren im Berg: Allein zu sein ist manchmal unerträglich. Die Menschen wollten nichts mit ihm zu tun haben. Und deshalb habe es sich einfach Spielgefährten erdacht. Mit der Zeit haben die Gedanken Gestalt angenommen. Menschenähnliche Wesen mit zarten, bunten Flügeln.
Eines Tages standen die Winzlinge im Höhleneingang. Winzlinge kommen immer zu dritt. Zwei Jungen und ein Mädchen. Nur das Mädchen kann sprechen. Die Jungen stört das nicht. "Oh, ja! Es sind Zwillinge. Ich kann sie auseinander halten. Jeder hat einen anderen Glöckchenklang."
Die Winzlinge sitzen auf der Bettkante. Sie hören so gern ihre eigene Entstehungsgeschichte. Klingeling fliegt wieder auf SternLichts Nasenspitze und neigt das Köpfchen zur Seite, schaut SternLicht eindringlich an:
"Ach, liebstes SternLicht! Jetzt wissen wir, dass du uns nicht vergessen hast. Bitte behalte uns auch während deiner Reise in Gedanken. Dann können wir deine Höhle stets bewachen und in Ordnung halten. Ist uns bisher doch gut gelungen, oder?"
"Danke! Ihr habt gute Arbeit geleistet", sagt SternLicht freundlich. "Heute Nacht bleiben wir bei euch in der Höhle, haben also viel Zeit füreinander."
Am nächsten Morgen fliegen Peter und Sternlicht zum Palast zurück. König Peter informiert den Hof über seine Reise. Alle, selbst die Minister, freuen sich. Reges Treiben beginnt. Viele Boten machen sich auf den Weg. Von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf eilen sie. "Der König sucht eine Frau. Aus seinem Volk soll sie kommen. Macht euch schön, Frauen und Mädchen! Seid bereit, König Peter zu empfangen!", rufen die Boten fröhlich.
Wochenlang sind Peter und SternLicht nun schon unterwegs. In jedem Dorf, in jeder Stadt wird ihnen ein herzlicher Empfang bereitet. Peter erlebt Abend für Abend rauschende Feste, tanzt mit wunderschönen Frauen und Mädchen. Doch nicht eine von ihnen berührt sein Herz.
"Ach, Sternlicht", seufzt er traurig. "Was soll ich nur tun? Es ist so schwierig, die Richtige zu finden. Vor uns liegt das letzte Dorf meines Reiches. Wenn ich dort meine Liebe nicht finde, muss ich eine der Prinzessinnen heiraten. So habe ich es mit den Ministern vereinbart."
Das Zauberpferdchen weiß keinen Rat, versucht dennoch Peter zu trösten.
Merkwürdig! Im Dorf an der Grenze zu Hexe Antras Land ist es sehr still. Niemand begrüßt den König. Türen und Fensterläden bleiben geschlossen. Langsam reiten SternLicht und Peter durch den Ort. Ab und zu klopfen sie an eine Haustür. Vergeblich! Peters Rufen, das Klappern der Hufe verhallen ungehört. Etwas ist geschehen. Weshalb haben die Leute ihr Dorf verlassen? Und wohin sind sie gegangen? Voller Sorge schaut sich der König um.
"Irgendwo müssen die Menschen doch sein! Lass uns zur Kirche reiten, SternLicht! Heute ist Sonntag. Es ist zehn Uhr. Die Leute werden in ihrem Gotteshaus sein." Lauschend steht Peter an der verschlossenen Kirchentür. Orgelmusik und leiser Gesang dringen durch das verwitterte Eichenholz. Immer heftiger klopft Peter mit dem Schwertknauf gegen die Tür. Geöffnet wird sie nicht. Sternlicht flüstert dreimal hintereinander: "Sesam, öffne dich." Doch die Kirchentür bleibt verschlossen. Schwerelos schwebt das Zauberbuch aus der Satteltasche. Seine Seiten blättern sich bis ungefähr zur Mitte selbsttätig um.
"Ah, ha", sagt das Pferdchen fröhlich. "Hier brauchen wir also einen gelesenen Zauberspruch. Pass auf, Peter! In wenigen Augenblicken sind wir in der Kirche."
Sternlicht liest laut und schnell einige Sätze in einer fremd klingenden Sprache. Plötzlich beginnt das alte Eichenportal zu beben. Langsam und unaufhaltsam schwingen die Torflügel auseinander.
Schlagartig enden Gesang und Orgelspiel. Aufgeregte, ängstliche Menschen laufen wild durcheinander. Manche verstecken sich unter den Bänken, im Seitenschiff oder in den Beichtstühlen. "Die Hexe! Der Drache!", klingt es wie aus einem Mund. Unerwartet mutig geht der Pastor den Ungeheuern entgegen. Mit dem Kreuz in der Hand steht er zitternd vor Peter und Sternlicht. Verwirrt schaut er von einem zum anderen. In Sekundenschnelle hat der Mann den König und sein Sagen umwobenes Pferdchen erkannt. Befreit und sehr glücklich ruft der Pastor den verschreckten Menschen zu: "Ruhig, nur ruhig, liebe Leute! Wir haben die ersehnte Hilfe bekommen. Schaut her! Der König ist da!" Im Nu ist alle Angst verflogen. Die erleichterten Menschen umringen Peter und das Pferdchen. Jeder möchte seinen Herrscher begrüßen oder das Zauberpferd berühren. Alle reden durcheinander. Der König bittet freundlich um Ruhe. Nun endlich kann der Priester von dem schrecklichen Unglück erzählen: Das Dorf hatte sich seit Tagen auf den Besuch des Königs vorbereitet. Frauen und Mädchen haben an sonnigen Nachmittagen auf dem Festplatz gemeinsam Tänze einstudiert. Bis zu dem Tag, als ein schwarzer, riesiger Schatten die Sonne vertrieb. Hexe Antras widerlicher Diener, der Drache Yggs, flog mit lautem Gebrüll zum Festplatz. Frauen und Mädchen liefen davon. Nur ein Mädchen nicht! Mutig stellte es sich dem Drachen entgegen. Sirra, das schönste Mädchen aus unserem Dorf, glaubte nicht an Drachen. "Du bist nichts weiter als ein brausender Wind!", hörten wir sie noch rufen. Yggs packte sie mit seinen scharfen Krallen und flog davon. Sirra fehlt uns so sehr. Jeder hier liebte sie. Sie war so schön und sehr klug. Die Hexe hat uns eine Botschaft geschickt. Diese Botschaft hat Ihr Rabe Miserie vor die Kirchentür gelegt. "Euer König und sein hässliches Zauberpferd sind die Einzigen die Sirra befreien können!" Im Kampf mit Yggs sollen sie ihr Können beweisen. Unterliegt der Drache bekommt ihr das Mädchen unversehrt zurück! SternLicht wird dann mein Diener sein."
Traurig und dennoch erwartungsvoll schauen die Menschen Peter an. Den König rührt das Vertrauen seiner Untertanen. Er verspricht, das Mädchen zu retten Am nächsten Tag reiten SternLicht und Peter weiter. Ihr Weg führt nun ins kalte, dunkle Land der Hexe Antra.
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