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Tischlein deck dich 桌子、金驴和棍子-1

时间:2020-07-31来源:互联网 字体:[ | | ]  进入德语论坛
(单词翻译:双击或拖选) 标签: dich
Es war einmal ein Schneidermeister, der hatte drei Söhne und besaß nur eine einzige Ziege. Da die Ziege alle vier Menschen mit ihrer Milch versorgen sollte, musste sie immer auf die fette Weide geführt werden, weil sie gutes Futter brauchte. Die drei Söhne gingen abwechselnd mit dem Tier zum Fressen. Eines Tages brachte der älteste Sohn des Schneiders die Ziege auf den Friedhof, wo die feinsten Kräuter gediehen, und ließ dort die Ziege fressen. Abends fragte der Junge, ob die Ziege satt sei. Da antwortete das Tier: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt, mäh, mäh!“ Bevor die Ziege in den Stall gebracht wurde, wollte sich der Schneider bei seinem Sohn vergewissern, ob die Ziege sich satt gefressen hatte. Der Junge antwortete seinem Vater: „Sie war so satt und wollte kein Blatt mehr fressen!“ Als der Schneider sich bei der Ziege selbst erkundigte, sagte diese zu seiner Überraschung: „Wovon sollte ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einziges Blättlein, mäh, mäh!“ Der Schneider war zornig und schlug seinen ältesten Sohn und jagte ihn aus dem Haus. 
 
Am nächsten Tag ging der zweite Sohn mit der Ziege in einen großen Garten, an dem das edelste Grünzeug wuchs. Die Ziege fraß nach Herzenslust, bis sie satt war. Dann fragte der Junge: „Ziege, hast Du Dich satt gefressen?“ Darauf antwortete die Ziege: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt, mäh, mäh!“ Zu Hause fragte der Schneider: „Nun hat die Ziege ordentliches Futter bekommen?“ Der Sohn sagte, dass die Ziege so satt sei, dass sie kein Blatt mehr fressen mochte. Als der Schneider sich bei der Ziege vergewissern wollte, sagte diese: „Wovon sollte ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einziges Blättlein, mäh, mäh!“ Der Schneider schimpfte seinen zweiten Sohn einen Lügenbold und jagte ihn aus dem Haus. 
 
Nun ging der jüngste Sohn des Schneiders mit der Ziege aus dem Haus, um ihr das allerbeste Fressen anzubieten. Er ging mit dem Tier zu einer Stelle, wo das kräftigste Buschwerk wuchs und ließ es dort ordentlich fressen. Am Abend fragte er die Ziege, ob sie sich satt gefressen hätte. Da sprach die Ziege: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt, mäh, mäh!“ Der Schneider fragte seinen jüngsten Sohn, als er nach Hause kam, ob die Ziege sich satt gefressen habe. Der Sohn antwortete wahrheitsgemäß: „Die ist so satt und mag kein Blatt! Als der Schneider jedoch die Ziege fragte, sagte diese: „Wie soll ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einziges Blättlein, mäh, mäh!“ Der verärgerte Schneider war wütend und schrie: „Ihr verdammten Nichtsnutze, zu nichts seid Ihr zu gebrauchen!“ Er schlug wild auf den jüngsten Sohn ein und jagte auch diesen aus dem Haus. 
 
Der Schneider war nun mit seiner Ziege allein und führte sie selbst zum Fressen. Er brachte die Ziege zu den grünen Hecken, die die Ziegen am liebsten mochten, und ließ das Tier ordentlich fressen. Dann fragte er die Ziege, ob sie sich satt gefressen hätte und diese antwortete: „Ich bin so satt und mag kein Blatt, mäh, mäh!“ Er war zufrieden und brachte das Tier zurück in den Stall. Dort sagte er zu der Ziege: „Endlich bist Du einmal richtig satt geworden!“ Die Ziege aber sprach: „Wie sollte ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein und fand kein einziges Blättlein!“ Da wusste der Schneider, dass er seine Söhne unrechtmäßig davongejagt hatte, und bestrafte das bösartige Tier mit heftigen Schlägen. Er war sehr traurig, dass er sich von dem undankbaren Vieh so hatte täuschen lassen.
 
Der älteste Sohn des Schneiders hatte in den folgenden Monaten eine Lehre als Schreiner gemacht. Als er alles fleißig gelernt hatte, schenkte ihm sein Meister zum Abschied und Dank ein kleines, aber einfaches Tischchen. Das Tischchen hatte jedoch die Eigenschaft, dass sich auf den Befehl „Tischlein deck Dich!“ ein sauberes Tischtuch auf ihm ausbreitete und dass ein Teller, ein Besteck, ein Becher sowie köstliche Speisen und Getränke auf den Tisch gezaubert wurden. Mit diesem Tischlein hatte der Schreinergeselle seinen Lebtag ausgesorgt und so wollte er mit diesem wunderbaren Tisch zu seinem Vater zurückkehren. 
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