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König Drosselbart-2

时间:2020-07-31来源:互联网 字体:[ | | ]  进入德语论坛
(单词翻译:双击或拖选) 标签: König Drosselbart
Am nächsten Morgen weckte der Spielmann seine Frau, weil es im Haus jede Menge Arbeit zu erledigen gab. Doch diese ging der verwöhnten Königstochter sehr schlecht von der Hand. So lebten sie ein paar Tage, bis ihr Mann endgültig genug hatte. So sprach der Spielmann zu seiner Frau: „Du taugst einfach zu gar nichts. Wir brauchen aber Geld, weil unsere Vorräte zu Ende gehen. Ich habe Weiden geschnitten und Du sollst jetzt daraus Körbe flechten, die ich für uns verkaufen werde. Die Königstochter, die nie im Leben einen Korb geflochten hatte, bekam sofort rissige und blutige Hände. „Nun gut, dazu taugst Du auch nicht“, sagte der Musikant, „dann spinne den Flachs zum Garn!“. Aber der starke Faden schnitt der jungen Frau in die zarten Finger. „Mit Dir ist es wirklich ein Kreuz“, ärgerte sich der Spielmann, „nun muss ich mit Tontöpfen handeln. Dann geh wenigstens auf den Markt und biete die Ware feil!“ „Bitte, lieber Mann, tue mir das nicht an. Wenn die Leute mich dort sehen, werden sie mich verspotten!“ Aber der Mann sagte, dass sie keine andere Wahl hätte, wenn sie nicht verhungern wollte. 
 
Die Königstochter setzte sich an eine dunkle Ecke auf den Markt und bot den Kunden verschämt ihre Tonwaren an. Eines Tages kam ein betrunkener Reitersoldat und ritt mit seinem Pferd mitten in die Töpfe hinein, sodass diese in tausend Stücke zersprangen. Als sie ihrem Mann weinend von ihrem Unglück mit dem Husaren berichtete, sagte dieser mitleidlos: „Wie kannst Du nur so dumm sein und Dich an die Ecke des Marktes setzen. Du bist wirklich zu gar nichts zu gebrauchen! Ich habe jetzt bei unserem König nachgefragt. Dort kannst Du als Küchenhilfe arbeiten und bekommst freies Essen, damit Du mir nicht auch noch auf der Tasche liegst!“ Die Königstochter wurde zur Küchenmagd, die dem Koch kräftig helfen musste. Am Abend durfte sie sich das, was vom Essen auf den Tellern übrig geblieben war, mit nach Hause nehmen. Das teilten die Eheleute miteinander und ernährten sich von den Resten der anderen.
 
Es begab sich, dass der älteste Sohn des Königs heiraten wollte. Die neue Küchenmagd stellte sich an die Pforte des Ballsaals und wollte ein wenig zusehen. Als sie all die Frauen in den schönen Kleidern und den Prunk und die ganze Pracht dort sah, wünschte sie sich mit schwerem Herzen, dass sie niemals diesen Hochmut und Spott ausgekostet hätte, mit dem sie alle ihre Freier in den Wind geschlagen hatte. Sie wusste in diesem Moment genau, dass sie sich ihr armseliges Dasein selbst zuschreiben musste. Wenn die köstlichen Speisen von den Gästen nicht aufgegessen wurden, warfen ihr ein paar mitleidige Diener den ein oder anderen Brocken vor die Füße. Sie sammelte alles auf, tat es in ein paar Töpfchen und wollte die Essensreste mit nach Hause bringen, wo ihr Mann schon hungrig auf sie wartete.
 
In diesem Moment kam der edle, in Samt und Seide gekleidete Königssohn zu der schönen Magd. Er nahm sie bei der Hand und wollte gleich mit ihr tanzen. Sie wehrte sich mit allen Kräften, denn sie bemerkte gleich, dass es sich um den König Drosselbart handelte, den sie mit Spott und Hohn abgewiesen hatte. Doch ihr Widerstand half nichts. Der König Drosselbart zerrte sie direkt in den Saal hinein. Die Töpfe, die die Magd mit den Essensresten der königlichen Tafel in den Schürzentaschen verborgen hatte, fielen zu Boden. Die Leute lachten und überschütteten die einfache Magd mit ihrem Spott. Die Frau des Spielmanns wünschte sich, dass sich der Boden auftäte, damit sie darin vor Scham versinken könne. Sie riss sich los und rannte atemlos nach draußen. Aber bereits an der Treppe wurde sie von einem Mann festgehalten. Sie sah, dass es wieder der König Drosselbart war, der sie nun mit seinen Händen gefangen hielt. Nun glaubte sich die Magd für immer verloren. Doch der König sprach freundlich zu ihr: „Fürchte Dich nicht. Jetzt ist Schluss mit meiner Maskerade. Der Spielmann und ich sind ein und dieselbe Person. Ich bin auch der Husar gewesen, der in Deine Tontöpfe geritten ist. Ich habe alles nur aus Liebe zu Dir getan, um Deinen Hochmut und Deinen Stolz zu brechen, mit dem Du mich vor allen Leuten lächerlich gemacht hast!“ 
 
Die Königstochter bereute alles, was sie dem König angetan hatte. Sie fing an zu weinen und sprach: „Ich weiß, dass ich großes Unrecht getan habe und ich Deiner nicht würdig bin. Ich schäme mich für meinen unerträglichen Hochmut!“ Der König aber sprach milde: „Die schlechten Tage sind nun vorbei. Lass uns jetzt eine richtige Hochzeit feiern!“ Die Kammerzofen wurden herbeigerufen, um die Königstochter zu kleiden und zu frisieren. Ihr Vater kam mit seinem ganzen Hofstaat zur Hochzeitsfeier. Alle Gäste wünschten der Prinzessin Glück zur Vermählung mit dem König Drosselbart. Die beiden wurden glücklich und bekamen eine Menge wunderbarer Kinder. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
 
Fragen zum Märchen: König Drosselbart
 
1. Warum hatten die Freier bei der Königstochter keine Chancen?
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2. Wie kam König Drosselbart zu seinem Namen?
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3. Wen musste die Königstochter auf Wunsch des Königs heiraten?
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4. Wie lebte die Königstochter mit ihrem Mann?
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5. Was passierte auf dem Markt mit den Tontöpfen?
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6. Was geschah, als der König die Magd zum Tanz aufforderte?
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