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Sagen von Saemund dem Weisen 1. Die Schwarze Schule

时间:2023-12-07来源:互联网 字体:[ | | ]  进入德语论坛
(单词翻译:双击或拖选) 标签: Sagen von Saemund dem Weisen
In alten Tagen war irgendwo draußen in der Welt eine Schule, die »Die Schwarze Schule« hieß. Dort lernte man Zauberkünste und andere alte Weisheit. Die Schule war so eingerichtet, daß sie in einem sehr festen Erdhaus abgehalten wurde, in dem kein Fenster war, und aus diesem Grunde herrschte das tiefste Dunkel darin. Es war kein Lehrer dort, und man lernte alles aus Büchern, die mit feuerroten Buchstaben geschrieben waren, welche im Dunkeln gelesen werden konnten. Nie durften diejenigen, die dort in der Lehre waren, ins Freie gehen oder das Licht des Tages schauen, solange sie sich dort aufhielten; aber drei oder sieben Winter mußten sie in der Schule bleiben, um in ihrer Kunst ausgelernt zu haben. Eine graue und zottige Hand erschien jeden Tag durch die Wand und reichte den Schülern ihr Essen. Derjenige aber, dem die Schule gehörte, behielt sich als Eigentum denjenigen von den Schülern, welche die Schule jedes Jahr verließen, der zuletzt hinausging. Da sie nun aber alle wußten, daß der Teufel hier Schulmeister war, wollte jeder, soweit es in seiner Macht stand, vermeiden, der Letzte zu sein, der die Schule verließ.
 
Einmal waren drei Isländer in der Schwarzen Schule:[204] Saemund der Weise, Kalb Arneson und Halfdan Eldjernsson oder Einarsson, der später einmal Pfarrer zu Fell in Sletteli wurde. Sie sollten die Schule zu gleicher Zeit verlassen, und Saemund bot sich an, zuletzt hinauszugehen, womit die andern natürlich sehr einverstanden waren. Saemund warf sich nun einen großen Mantel um, ließ aber die Ärmel lose hängen und knöpfte ihn nicht zu. Man mußte eine Treppe hinaufsteigen, um die Schule verlassen zu können. Als nun Saemund die Treppe hinaufgekommen war, packte der Teufel seinen Mantel und sagte: »Du bist mein.« Saemund warf den Mantel fort, und der Teufel behielt nur diesen in der Hand. Die eiserne Tür aber krachte in ihren Angeln und schlug Saemund so hart auf die Füße, daß seine Fersen verwundet wurden. Da rief er: »Da schlug mir die Tür dicht auf den Fersen zu!« und später ist das ein Sprichwort geworden. So entkam Saemund der Weise samt seinen Genossen aus der Schule.
 
Andere erzählen dagegen, daß, als Saemund der Weise die Treppe hinaufging und an die Tür der Schwarzen Schule kam, die Sonne ihm entgegenschien und seinen Schatten an die Wand warf. Als nun der Teufel Saemund greifen wollte, sagte dieser: »Ich bin nicht der Letzte! Siehst du nicht den, der hinter mir kommt?« Der Teufel griff nach dem Schatten, den er für einen Menschen hielt; Saemund aber gelangte hinaus, während ihm die Tür auf die Fersen schlug. Von diesem Tage ab aber war Saemund immer ohne Schatten; denn den wollte der Teufel nicht hergeben. 
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