In Nordrhein-Westfalen haben viele Tausend Menschen gegen die "Pegida"-Bewegung demonstriert. In Münster gingen nach Angaben der Polizei 10.000 Menschen auf die Straße, in Köln stellten sich mindestens 7.500 Menschen wenigen Hundert "Pegida"-Anhängern entgegen. Während der Demonstration blieb der Kölner Dom dunkel.
In NRW wächst der Widerstand gegen "Pegida"
In Nordrhein-Westfalen wächst der Widerstand gegen das islamfeindliche Bündnis "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Pegida. In Köln und Münster gingen gestern Abend jeweils tausende Menschen auf die Straße. Sie wollten sich damit gegen die Islamkritiker und deren Ansichten stellen.
In Münster und Köln gehen viele Menschen auf die Straße
In Münster machten rund 10.000 Menschen deutlich, dass in ihrer Stadt kein Platz für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist. Sie zogen mit brennenden Kerzen in der Hand durch die Innenstadt als Zeichen des friedlichen Miteinanders. In Köln wollten rund 800 Pegida-Anhänger vom Bahnhof in Deutz über den Rhein zum Kölner Dom laufen. Doch auch rund 7.500 Gegendemonstranten hatten sich in Köln-Deutz versammelt.
Bericht von der Gegendemonstration gegen "Pegida"
Elke Hofmann war dabei und schildert ihre Eindrücke:
"Ich war zu Fuß unterwegs zum Bahnhof in Köln-Deutz, wo die Demonstration der Pegida-Anhänger starten sollte. Aber man kam zu diesem Zeitpunkt, gegen 17 Uhr 30, gar nicht mehr durch. Denn es war schon alles voller Gegendemonstranten. Das waren Menschen jeden Alters. Also Erwachsene, Jugendliche, aber auch Familien mit Kindern. Die wollten alle dort ein Zeichen setzen gegen Pegida. Die Stimmung fand ich sehr friedlich."
"Köln stellt sich quer!": Die Stimmung ist friedlich
"Einige haben Schilder hoch gehalten, auf denen stand zum Beispiel: "Köln stellt sich quer". Und ein paar hatten auch ihre Instrumente dabei und haben Musik gemacht. Und ich hab mich dann direkt hinter der Polizeiabsperrung an die Straße gestellt, auf der die Pegida-Demonstranten gleich vorbei ziehen sollten. Und habe dort eine ganze Zeit lang gewartet. Aber es kam einfach keiner. Ich habe also keinen einzigen Pegida-Anhänger gesehen. Und die meisten Gegendemonstranten waren dann erst mal ein bisschen ratlos: Die haben sich gefragt: Wo bleiben denn jetzt diejenigen, gegen die wir demonstrieren wollen?"
Der Kölner Dom ist dunkel