Am Sonntag haben die Österreicher einen neuen Bundespräsidenten gewählt. Gewonnen hat Alexander Van der Bellen.
Enges Kopf-an-Kopf-Rennen
Unser Nachbarland Österreich hat einen neuen Bundespräsidenten. Er heißt Alexander Van der Bellen und ist 72 Jahre alt. Die Wahl war ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen von zwei Kandidaten. Deshalb konnte auch erst am Montag der Gewinner bekannt gegeben werden, weil erst noch die Briefwahl-Stimmen ausgezählt werden mussten. Diese Stimmen wurden nicht gestern in einem Wahllokal abgegeben, sondern schon früher.
Die Stimmung in Österreich ist gespalten
In den Medien heißt es nun, dass Österreich nach der Wahl ein gespaltenes Land sei. Das bedeutet nicht, dass sich ein Riss durch den Boden in Österreich zieht. Es gibt auch keine Mauer, die zwei Teile voneinander trennt. Die Journalisten und Politiker meinen, eher zwei Gruppen, die sehr unterschiedliche Meinungen vertreten, wer in Zukunft Bundespräsident in Österreich sein soll. Die Wähler mussten sich zwischen zwei Kandidaten entscheiden. Die beiden Männer heißen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer.
Nur wenige tausend Stimmen entscheiden
Am Ende hatte Van der Bellen nur wenige tausend Stimmen mehr als sein Konkurrent. Das ist sehr ungewöhnlich. Oft ist bei Wahlen schnell klar, wer gewinnt. Das heißt: Deutlich mehr Menschen wollen einen der Kandidaten als Präsidenten haben. Doch bei dieser Wahl war es anders. Auch viele Politiker aus Deutschland und ganz Europa warteten gespannt auf die Ergebnisse. Denn die beiden Politiker unterscheiden sich in vielen Dingen. Vor der Wahl hatten sich Van der Bellen und Hofer zum Teil heftig gestritten.
Streit um Flüchtlinge
Es ging vor allem darum, wie Österreich in Zukunft mit Flüchtlingen umgehen will. Viele werfen Norbert Hofer vor, Stimmung gegen Ausländer zu machen. Er wollte, dass Österreich weniger Flüchtlinge ins Land lässt. Van der Bellen hingegen will die Grenzen von Österreich offen halten.
Van der Bellen muss auf seine Gegner zugehen
